Standardisierung von Enzymdaten
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Nachrichten
23. - 26. Aug. 2010
Sitzung der STRENDA-Kommission in Assmannshausen
26. Juni - 1. Juli 2010
STRENDA auf dem FEBS Congress in Göteborg, Schweden
Nov. 2009:
Elf weitere Zeitschriften nehmen die STRENDA-Leitlinien in ihre "Anweisungen für Autoren" auf.
Okt. 2009:
Die Kommission stellt eine allgemeine Einführung der Leitlinien zur Verfügung, die von den Zeitschriften für ihre "Anweisungen für Autoren" verwendet werden kann.
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Die STRENDA-Kommission wurde im Februar 2004 in Frankfurt vom Beilstein-Institut ins Leben gerufen. Der Name STRENDA steht für "Standards for Reporting Enzymology Data".
Die STRENDA-Kommission wird von den ESCEC-Symposien begleitet. ESCEC steht für "Experimental Standard Conditions of Enzyme Characterizations", und ist der Name einer Symposiumsreihe, auf denen u. a. die Ergebnisse aus der STRENDA-Gruppe vorgestellt und diskutiert, aber auch Forschungsergebnisse der Enzymologie und Systembiologie vorgestellt werden.
Große Mengen an Daten sind zu den Eigenschaften einzelner Enzyme veröffentlicht, jedoch ergeben Stichproben in der Literatur, dass diese oft unter ganz unterschiedlichen Bedingungen wie pH-Wert, Temperatur, Ionenstärke etc. gemessen werden. Darüber hinaus fehlen oft Einzelheiten zu den experimentellen Bedingungen der Assays.
Diese Probleme machen es für Forscher oft schwierig, die Eigenschaften eines einzelnen Enzyms aus verschiedenen Spezies oder Geweben in verschiedenen Publikationen zu vergleichen. Die Schwierigkeiten werden oft noch durch das Fehlen jeglicher statistischer Daten über die veröffentlichter Parameter verschärft. Wenn die Werte sich um Größenordnungen unterscheiden, wie dies zum Beispiel im Vergleich zwischen den Hexokinase-Isoenzymen in verschiedenen Geweben der Fall ist, spielt die Unkenntnis über die Genauigkeit der gemessenen Werte keine große Rolle. Vergleicht man hingegen dasselbe Enzym aus gleichen Geweben verschiedener Spezies, dann sollten sich die Werte nur um wenige Prozent unterscheiden, und in solchen Fällen kann ein unbekannter Grad der Genauigkeit den Effekt vollständig ausblenden, den man zu erkennen versucht.
Die Schwierigkeiten werden noch für diejenigen verschärft, die die veröffentlichten Daten nutzen, um Modellsysteme für das Verhalten der metabolischen Systeme, das zelluläre Verhalten und die Wechselwirkung von Zellen in Geweben und Organen zu entwickeln.


