Wissen entdecken

Schülerakademie

Lernen mit Spass

Forschung erleben

Zehn Tage auf Burg fürsteneck

Rund 60 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 15 Jahren nehmen an der jährlich stattfindenden Mittelstufen- akademie teil. Die Teilnehmer finden sich für zehn Tage in den Schulferien zusammen, um nach dem ganzheitlich ausgerichteten außerschulischen Bildungskonzept auch kursübergreifende Angebote wie Sport und Bewegung neben den Haupt- und Wahlkursen aus verschiedenen Themenbereichen wahrzunehmen.

Im Rahmen eines Gästetages präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihr Ergebnisse. So können sich Eltern und Gäste ein Bild vom Akademiealltag machen.

Die Hessische Schülerakademie findet seit 2004 statt und wird seit 2011 vom Beilstein-Institut unterstützt. Bis 2010 richtete sich die Veranstaltung  ausschließlich an Schüler und Schülerinnen der Oberstufe. Im Jahr 2011 wurde das Angebot um eine Schülerakademie für die Mittelstufe ergänzt.

Die  6. Hessische Schülerakademie für die Mittelstufe fand vom 17. bis 26. Juli 2016 statt. Angeboten wurden fünf Hauptkurse aus den Bereichen Chemie, Mathematik, Physik, Kunst und Kultur, und Geisteswissenschaften. Das Wahlkursprogramm umfasste Video für alle, Sampling elektronischer Musik, Upcycling, Stimme und Körper sowie Sport und Teambuilding.

 

Von Durchblicken und Einblicken

Gästenachmittag der 6. Hessischen Schülerakademie der Mittelstufe

 

Am gestrigen sonnigen Julitag, dem  26.07.2016, fand der Gästenachmittag der 6. Hessischen Schülerakademie der Mittelstufe auf Burg Fürsteneck statt. Die rund 60 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 präsentierten  ihren Angehörigen die Ergebnisse ihres zehntägigen Forschens und Schaffens. Aus den angebotenen drei Hauptkursen der Naturwissenschaften (Chemie, Physik und Mathematik) und zwei Hauptkursen des geistig-musischen Bereiches (Kunst und Kultur, Debatten-„Club“) hatten sich die Schülerinnen und Schüler einen Kurs ausgesucht und sich jeweils in die anspruchsvollen Themen vertieft. Der Chemiekurs beschäftigte sich mit den historischen und wissenschaftlichen Wurzeln des Periodensystems der Elemente und die Kursteilnehmer erarbeiteten sich die Systematik der Anordnung der chemischen Elemente und ihrer Eigenschaften, die zu dieser Systematik führten. Der Physikkurs tauchte nach kurzem Exkurs in die Grundlagen der Elektrizitätslehre tief in die Materie der Halbleiter ein und die Schülerinnen und Schüler bauten mit einfachen Mitteln Solarautos, Ampelschaltungen, elektronische Orgeln und lichtabhängige Geräuscherzeuger. Als soziologisches Anschauungsmaterial, sozusagen nebenher, diente die unterschiedliche Herangehensweise von Jungen und Mädchen an die Umsetzung von Schaltungen: schnell und pragmatisch hier, bedächtiger und akkurat dort, aber bei allen funktionierten die Konstrukte tadellos. Der Mathematikkurs hatte die Schönheit geometrischer Figuren im Fokus und beleuchtete deren mathematische Hintergründe und Techniken wie die euklidische Ebene (was Parkett- und Fliesenleger unbewusst anwenden), den Goldenen Schnitt, den Fotografen gerne anlegen, und die Fibonacci-Zahlen, die sich in der Natur immer wieder finden lassen.

Im Debatten-„Club“ lernten die Schülerinnen und Schüler mit Argumenten zu überzeugen, rhetorischen Fußangeln auszuweichen und selbst welche zu legen und sich über die Körperhaltung zu präsentieren. Reden aus dem Stehgreif zu halten war ebenso gefragt wie sich kurzfristig in fremde Themen einzuarbeiten und im Plenum zu bestehen. Auch im Kunst- und Kulturkurs war Improvisation gefragt, über kurze selbst entworfene Theaterstücke und eigens choreographierte Tanzeinlagen näherten sich die Schülerinnen ihrer persönlichen Sicht auf die Welt – natürlich lagen da Anleihen aus der realen selbsterlebten Welt nahe und wurden kurzweilig umgesetzt.

Als geistiger Ausgleich zu den Hauptkursen wurden Wahlkurse wie Video für alle, Sampling in der elektronischen Musik, Upcycling, Stimme und Körper sowie Sport und Teambuilding angeboten, aus denen jeweils zwei Kurse ausgewählt werden konnten. Und auch in diesen weniger fokussierten Kursen entstanden Ergebnisse, die sich sehen lassen konnten. Der Bogen spannt sich von Kurzfilmen mit Action und künstlerischen Aspekten, über die Musikerzeugung mit Mitteln des Alltags, die elektronisch eingefangen und bearbeitet wurde, bis hin zur Aufwertung von abgelegten, nutzlosen Materialien zu neuen Produkten und der Erfahrung von Teamwork, die Abstimmung, Kraft und Koordination beim Transport einer riesigen Wassertonne auf einer Rettungsdecke bergab und bergauf erforderte.

Impressionen

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Die Hessische Schülerakademie wird gefördert von

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